Zwetschgenkuchen vom Blech
Blechkuchen

Zwetschgenkuchen vom Blech

Ein klassischer Hefekuchen vom Blech, dicht belegt mit süßsauren Zwetschgen — der Inbegriff des deutschen Spätsommers, von Bayern bis zum Rheinland unter vielen Namen bekannt.

★★★★★ 4.7 (341 Bewertungen)
30 minVorbereitung
35 minBackzeit
2hGesamtzeit
20 Stück (Blech)Portionen
MittelSchwierigkeit

Nährwerte (pro Portion)

290 kcalKalorien
48gKohlenhydrate
6gEiweiß
8gFett
4gGesättigte Fettsäuren
20gZucker
3gBallaststoffe
90mgNatrium

Ungefähre Werte pro Portion (20 Stück (Blech)), berechnet aus den typischen Zutaten des Rezepts — ersetzen keine professionelle Ernährungsberatung.

Zwetschgenkuchen gehört zu den Kuchen, die in Deutschland fast jede Region unter einem anderen Namen kennt: Zwetschgendatschi in Bayern, Quetschekuche im Rheinland und an der Saar, Zwetschgenkuchen im übrigen Land. Der Legende nach wurde er in Augsburg erfunden, das sich seither scherzhaft „Datschiburg“ nennen lässt — die Kuchenform soll sogar an das Stadtwappen erinnern. Gebacken wird er traditionell im Spätsommer, wenn die Zwetschgen reif sind, auf dünnem Hefeteig, dicht mit halbierten Pflaumen belegt. Anders als viele süße Kuchen ist er bewusst zurückhaltend gezuckert — die Süße kommt vor allem von den reifen Früchten selbst.

Zutaten

  • 500g Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe (42g) oder 1 Pkg. Trockenhefe
  • 250ml lauwarme Milch
  • 80g Zucker
  • 80g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1,5 kg Zwetschgen, entsteint und halbiert

Glasur / Sirup

  • 50g Zucker zum Bestreuen
  • Optional: Streusel aus 50g Mehl, 50g Zucker, 50g Butter

Zubereitung

  1. Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken.
  2. Hefe in der lauwarmen Milch mit 1 TL vom Zucker auflösen und 10 Minuten gehen lassen.
  3. Hefe-Milch-Mischung, restlichen Zucker, Butter, Ei und Salz zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten.
  4. Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  5. Teig auf ein gefettetes Blech (ca. 30x40 cm) ausrollen und nochmals 15 Minuten gehen lassen.
  6. Zwetschgenhälften dicht, mit der Schnittfläche nach oben, Reihe für Reihe auf den Teig setzen.
  7. Mit Zucker bestreuen (oder mit Streuseln bedecken).
  8. Bei 200°C Ober-/Unterhitze etwa 30–35 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist.

Tipps

  • Zwetschgen sind fester und säuerlicher als normale Pflaumen und behalten beim Backen ihre Form — normale Pflaumen werden schnell zu weich.
  • Wer den Kuchen nicht zu süß mag, lässt den Zucker auf den Früchten ganz weg — die Süße der reifen Zwetschgen reicht meist aus.

Herkunft und Wissenswertes

Der Zwetschgenkuchen wird der Legende nach mit Augsburg in Verbindung gebracht, das wegen seines „Datschis“ scherzhaft auch „Datschiburg“ genannt wird — die Kuchenform soll sogar an ein Element des Augsburger Stadtwappens erinnern. Genau lässt sich der Ursprung nicht auf einen einzigen Ort zurückführen, denn der Kuchen ist seit Generationen in weiten Teilen Mitteleuropas fest im Spätsommer verankert, von Bayern über Hessen bis ins Rheinland.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen?

Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaume, kleiner, länglicher und fester im Fleisch — sie lassen sich leichter entsteinen und werden beim Backen nicht so schnell matschig.

Kann ich den Kuchen mit Mürbeteig statt Hefeteig backen?

Ja, viele Regionen backen ihn auch mit Mürbeteig — der Kuchen wird dann kompakter und etwas mürber statt fluffig-hefig.

Wie wird der Kuchen am besten aufbewahrt?

Abgedeckt bei Raumtemperatur hält er sich 2 Tage, im Kühlschrank bis zu 4 Tage — vor dem Servieren kurz temperieren lassen.

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